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Luca Marvin Schmidt

„Ich liebe die unverwechselbare schöne Natur unserer Region ...“


Mein Name ist Luca Marvin Schmidt, ich bin 16 Jahre alt und Schüler am Gymnasium Georgianum in Hildburghausen. Ich komme aus Ebenhards, einem kleinen beschaulichen Dorf in der Nähe von Hildburghausen. Ebenhards liegt im Werratal. Somit hat man einen Anschluss an den Werratal-Radweg und an die Bundesstraße 89. Man hat gute Voraussetzungen die Region von Thüringer Wald und Rhön auf verschiedenen Wegen zu erkunden. In meiner, noch üppig vorhandenen, Freizeit bin ich Amateur-Fotograf und halte meine schöne Heimat fotografisch fest.


Foto: Kati Schulz

 

Steckbrief Name: Luca Marvin Schmidt Wohnort: Ebenhards Alter: 16 Jahre

 

Im Herbst 2019 war ich mit meiner Oma in München im Urlaub. Im Handgepäck die kleine Kamera meiner Eltern, um den Urlaub zu dokumentieren. Wieder in der Heimat angekommen, habe ich meine Bilder beim örtlichen Fotostudio entwickeln lassen. Beim Abholen der fertigen Fotos sprach man mich auf ein Bild von einem Igel an. Es sah besonders schön aus. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich noch nicht, was dieses Foto so besonders machte. Man gab mir dennoch einen Flyer für einen regionalen Fotowettbewerb mit. Mit meinen Eltern sammelte ich dann Ideen zur Umsetzung des Themas. Nach einiger Zeit zog ich mit meinem Vater los und setzte diese Ideen in die Tat um, reichte die Bilder ein und nach einiger Zeit bekam ich dann doch eine Benachrichtigung vom Veranstalter. Ich belegte den siebten Platz.

Im Februar 2020 kaufte ich mir dann von meinem gesparten Weihnachts- und Geburtstagsgeld eine Einsteigerkamera. Ich las Bücher, schaute Videos und probierte mich aus. Mein Interesse war geweckt. Ich lernte viel und investierte meine freie Zeit in die Fotografie. Die Natur war und ist das, was mich bis heute reizt. Ich fing an mich mit der einheimischen Natur, Flora, Fauna und den landschaftlichen Gegebenheiten zu beschäftigen und bekam viel Zuspruch.

Im Februar 2022 kaufte ich mir dann eine Profikamera, da mir meine Einsteigerkamera kreative Grenzen setzte. Heute ist die Fotografie kein Hobby mehr, sondern eine Leidenschaft und ein Hauptbestandteil meiner selbst.

Im Frühling noch auf der Suche nach den ersten kleinen Blüten, welche die wunderschöne Natur unserer Heimat zum Vorschein bringt. Im Sommer

versuche ich dann die manchmal grüne, manchmal braune Landschaft meiner Heimat in Szene zu setzen. Im Herbst kann ich mich kaum entscheiden zwischen einem bunten Laubwald oder einer in Nebel gehüllten Landschaft. Sofern dann im Winter kein Schnee liegt, kommt die Kamera auch mal zu Ruhe und ich habe Zeit die Arbeit des vergangenen Jahres auszuwerten.

Von vielen werde ich doch meistens nur „belächelt“. „Ein 16-Jähriger, der sich für die heimische Natur interessiert und mit ihr auseinandersetzt, der eine eigene Website hat und dort eigene Kalender anbietet. Ein Jugendlicher, der keine Videospiele spielt? Dass man nicht lacht!“ Meist sind es jedoch diese Leute, welche ihre Heimat unterschätzen. Denn wenn man mal die asphaltierten Straßen verlässt und sich auf kleine, fußbreite Wege begibt, stößt man auf unverhofft schöne Ecken in unserer Heimat. Genau das habe ich mir als Vorlage genommen und fotografiere die Natur zu ungewöhnlichen Lichtverhältnissen oder in untypischen Perspektiven. Die Intention meiner Fotos ist es, Leuten ihre Heimat aus einem anderen Blick zu zeigen. Denn die meisten fahren frühs auf ihre Arbeit und irgendwann im Laufe des Tages wieder nach Hause. Dort müssen sie dann andere Aufgaben erledigen. Dabei verlieren die meisten jedoch den Blick für die kleinen Details. Genau diese versuche ich ihnen zu zeigen. Somit haben diese Leute mich schon geprägt und werden dies weiterhin tun. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es auch Personen gibt, die meine Leidenschaft anerkennen, wertschätzen und mich unterstützen.

Wie man vielleicht merkt, bedeutet Heimat für mich nicht in erster Linie die Menschen, die hier leben und auch nicht die Kultur und Traditionen. Sondern Heimat ist die unverwechselbar schöne Natur unserer Region, sei es die Rhön oder der Thüringer Wald. Aufgrund dieser Natur würde ich auch keinen Ort lieber meine Heimat nennen. Natürlich darf man bei dieser Aussage auch die Thüringer Klöße nicht vergessen. :-)



Nahe Wiedersbach: Hier fotografiert Luca Marvin gerne in den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne ihre ersten Strahlen zeigt. © Kati Schulz

Ein Blick auf die Kirche in Ebenhards

Fotos: Kati Schulz


Ein ganz besonderer Ort in meiner Heimat ist Wiedersbach. Denn rund um Wiedersbach findet man eine sehr interessante Landschaft vor – und auch immer wieder neue Fotomotive. Von faszinierenden Blicken auf den Thüringer Wald, über schöne Täler bis hin zu kleinen Blumen oder selten vorzufindenden Gräsern, bietet das Gebiet rund um Wiedersbach alles. Auch für kürzere Wandertouren oder Radstrecken ist dieses Gebiet geeignet.

Ein echter Geheimtipp für meine Heimat ist jedoch der Domberg bei Suhl, er bietet Sitzgelegenheiten zum Entspannen mit einem entsprechend schönen Ausblick über Suhl. Von oben herabschauend merkt man erstmal was „Thüringer Wald“ bedeutet und welch eine schöne Region er eigentlich ist. Zum Begutachten stehen auf dem Berg noch der Bismarckturm von Suhl und die Ottilienkapelle. Zudem ist der Domberg auch ein Ausflugsziel für nicht wanderaffine Personen, weil man keine lange Laufzeit benötigt, um ihn zu erreichen.


Erschienen in der Ausgabe 02/2023 (zum Heftarchiv).

 


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